In Organisationen, die nicht zur Engstelle für Entscheidungen werden wollen, ist es essenziell, Verantwortung breit zu verteilen.
Denn wer Entscheidungen zentralisiert, verhindert Selbstverantwortung und reduziert kluge Menschen auf Befehlsempfänger.
Viele hierarchisch geprägte Strukturen folgen noch immer einem Modell, das seine Ursprünge im Militär hat: klare Befehlsketten, Zuständigkeiten, Entscheidungen ausschließlich „von oben“.
Doch dieses Modell ist im Zeitalter komplexer, dynamischer Märkte kaum noch zukunftsfähig. Die Realität verlangt Flexibilität, Reaktionsfähigkeit und vor allem: Perspektivenvielfalt.
Mitarbeitende, die nah an Kund:innen oder an konkreten Herausforderungen arbeiten, verfügen häufig über entscheidende Informtionen, die auf höheren Ebenen gar nicht mehr wahrgenommen werden. Doch wenn sie nicht einbezogen werden, versickert dieses Wissen. Wer nie gefragt wird, gibt irgendwann auch keine Impulse mehr.
Das kostet Innovationskraft – und erzeugt Frust.
Organisationen, in denen Entscheidungen dort getroffen werden, wo das Wissen sitzt – unabhängig von Titel oder Rang, sind schneller, klarer und resilienter. Einfluss zu teilen ist kein Kontrollverlust, sondern ein Führungsinstrument.
Denn wenn Menschen das Gefühl haben, nichts bewirken zu können, entsteht nicht nur Passivität – sondern Stress.
Der Vergleich mit Wilhelm Tell veranschaulicht das eindrücklich:
Muss Tell seinem Sohn den Apfel vom Kopf schießen, steht er unter Druck, doch er ist in Aktion. Der Sohn hingegen steht machtlos da, ausgeliefert, passiv und empfindet Stress.
Druck kann mobilisieren, doch der Stress tut das meistens nicht.
(nach Martin Permantier, „Haltung entscheidet“)
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Cornelia Mühlberg
Führungskräfte Coach für Ihr Unternehmen




