Neulich im Coaching sagte ein Bereichsleiter zu mir:
„Ich komme zu nichts mehr, ich sitze nur noch in Meetings.“
Ein Satz, den ich häufig höre. Und er bringt das Dilemma auf den Punkt:
Wir reden über Effizienz, aber wir gestalten unsere Meetings kaum bewusst.
Meeting Design bedeutet die gezielte Planung und Vorbereitung im Voraus.
Es folgt einem klaren Prozess und umfasst Schlüsselelemente wie Ziel, Struktur, Zeitrahmen, Teilnehmerkreis und Entscheidungslogik.
Meeting Facilitation dagegen beschreibt die bewusste Steuerung während des Meetings, den Prozess auf Kurs halten, Beteiligung fördern und sicherstellen, dass die vereinbarten Ziele auch erreicht werden.
Beides gehört untrennbar zusammen.
Ohne Design fehlt die Richtung. Ohne Facilitation bleibt das Ergebnis aus.
Hier meine 8 praktischen Tipps für gutes Meeting Design:
1. Wozu findet das Meeting statt?
Kein Termin ohne klaren Zweck. Wenn es keinen gibt, braucht es kein Meeting.
2. Nur die richtigen Menschen einladen.
Beteiligte statt Zuschauer. Wer nicht beitragen kann, erhält ein kurzes Ergebnis-Update.
3. Agenda vorbereiten.
Ein strukturierter Ablauf spart Zeit und verhindert Abschweifungen.
4. Zeit und Dauer begrenzen.
45 Minuten reichen meist völlig aus. Danach sinkt die Energie spürbar.
5. Live oder online?
Nicht jedes Thema braucht Präsenz. Wähle das Format, das dem Ziel dient.
6. Rollen klären.
Wer moderiert, wer entscheidet, wer dokumentiert? Meeting Design heißt: Verantwortung sichtbar machen.
7. Nachbereitung planen.
Ein gutes Meeting endet nicht mit dem letzten Wort. Definiere, wer was bis wann umsetzt.
8. Grenzen definieren.
Bestimme, was das Meeting nicht ist. Nur so bleibt der Fokus klar.
Meeting Design ist die Architektur.
Facilitation ist die Navigation.
Erst beides zusammen macht ein Meeting wirklich effektiv und Führung sichtbar.
Vereinbare dein Erstgespräch um weitere Impulse, die dir Orientierung geben, zu bekommen
Deine Cornelia Mühlberg




